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Kunst & Animation

Logorama, der Oscar für einen Film aus Markenzeichen

Ein Kurzfilm des französischen Kollektivs H5, komplett aus rund 2.500 Firmenlogos gebaut, gewann 2010 den Oscar.

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Archivbeitrag. Der ursprüngliche Text von 2010 ist hier nicht wiedergegeben; dieser Beitrag fasst ihn zusammen und ordnet ein, was daraus geworden ist. Die Adresse ist unverändert erhalten, weil bis heute darauf verlinkt wird.

Der Beitrag vom 17. März 2010 zitiert eine Beschreibung des Films und fügt zwei Worte hinzu: einfach cool. Der Kurzfilm des französischen Kollektivs H5 baut eine komplette Actionhandlung aus nichts als Firmenlogos, rund 2.500 an der Zahl, und hatte kurz zuvor den Oscar für den besten animierten Kurzfilm gewonnen.

Warum das bemerkenswert war. Der Film benutzt durchgehend geschützte Markenzeichen, ohne eine einzige Lizenz eingeholt zu haben, und wurde dafür von der Filmakademie ausgezeichnet statt verklagt. Die Rechtsgrundlage dafür ist Satire und Kunstfreiheit, und die Sache ging gut aus, weil kein Markeninhaber es riskieren wollte, gegen einen Oscar-Gewinner vorzugehen.

Was daraus wurde. Der Film ist bis heute verfügbar und gilt als Standardbeispiel, wenn es um die Allgegenwart von Markenzeichen im öffentlichen Raum geht. Das Kollektiv arbeitet weiter, überwiegend an Musikvideos und Werbung.

Der Zusammenhang mit diesem Archiv: Logorama ist eines der wenigen Fundstücke aus dieser Zeit, das den Sprung von der Netzkultur in den etablierten Kulturbetrieb geschafft hat. Der umgekehrte Weg, dass etablierte Formate ins Netz drängen, war die Regel.

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