Blogkultur
Kostenlose T-Shirts gegen Verlinkung, 2010
Der Autor bekommt ein kostenloses T-Shirt von einem Anbieter und listet mehrere andere Blogger auf, bei denen es ebenfalls geklappt hat.
Archivbeitrag. Der ursprüngliche Text von 2010 ist hier nicht wiedergegeben; dieser Beitrag fasst ihn zusammen und ordnet ein, was daraus geworden ist. Die Adresse ist unverändert erhalten, weil bis heute darauf verlinkt wird.
Der Beitrag vom 1. Mai 2010 hält fest, dass ein kostenloses T-Shirt eingetroffen ist, und zählt anschließend ein gutes Dutzend anderer Blogger auf, bei denen dieselbe Bewerbung erfolgreich war.
Was das über die Zeit sagt. Sachleistung gegen Erwähnung war 2010 ein etabliertes Modell und wurde offen so dargestellt. Der Beitrag verschweigt weder die Gegenleistung noch den Anbieter. Kennzeichnungspflichten, wie sie heute für solche Kooperationen gelten, gab es in dieser Form noch nicht, und die Selbstverständlichkeit im Ton ist aus heutiger Sicht ungewohnt.
Der zweite Punkt ist die Aufzählung selbst. Ein Beitrag, der ein Dutzend andere Blogs namentlich nennt und verlinkt, war damals ein normaler Kollegialitätsakt. Er ist gleichzeitig ein gutes Beispiel dafür, wie dicht dieses Netz gewebt war: Eine einzelne Aktion eines mittelgroßen Anbieters erreichte über solche Ketten binnen Tagen einen großen Teil der Szene.
Was daraus wurde, ist ein professionalisierter Markt mit Verträgen, Kennzeichnung und Reichweitennachweis. Das ist in der Sache besser und hat die Beiläufigkeit gekostet, die solche Beiträge auszeichnete.
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