Übersicht
Brett- und Kartenspiele, die auch beim fünften Mal tragen
Spiele zu zweit, kooperative Titel, der Einstieg in Kennerspiele und Karten für unterwegs. Sortiert nach Spielsituation, nicht nach Verlagsjahrgang.
- 4
- Spielsituationen
- 20–120
- Minuten Spieldauer
- 2–6
- Personen
Der Brettspielmarkt produziert im Jahr mehr Neuheiten, als ein Haushalt in einem Jahrzehnt spielt. Das macht Empfehlungslisten nach Erscheinungsjahr fast wertlos: Ein Spiel von 2014, das zur eigenen Runde passt, ist besser als der beste Titel des laufenden Jahrgangs, der nie auf den Tisch kommt.
Deshalb ist dieser Bereich nach Spielsituation sortiert. Die Frage ist nicht, welches Spiel das beste ist, sondern welches zu zweit an einem Dienstagabend funktioniert, welches eine Gruppe zusammenhält, statt sie gegeneinander aufzubringen, und welches im Zugabteil auf einem Klapptisch spielbar bleibt.
Die vier Situationen
Zu zweit ist die häufigste Spielsituation und die am schlechtesten bediente. Viele Titel geben zwei Personen als Minimum an und funktionieren dort trotzdem schlecht, weil Mechaniken wie Handel oder Mehrheitenbildung eine dritte Partei brauchen. Es gibt eine große Gruppe von Spielen, die für zwei entworfen wurden, und die sind fast immer die bessere Wahl als das kastrierte große Spiel.
Kooperativ löst ein soziales Problem, kein spielerisches. In gemischten Runden mit unterschiedlicher Erfahrung sorgt ein gemeinsames Ziel dafür, dass niemand als Verlierer vom Tisch geht. Der Preis ist das Alpha-Spieler-Problem: Eine dominante Person kann die Partie für alle anderen zur Zuschauerrolle machen. Spiele mit verdeckten Informationen umgehen das.
Kennerspiele sind der Schritt nach Siedler und Zug um Zug. Der Sprung ist kleiner als sein Ruf, wenn man ihn über Spiele mit klarer Handlungslogik macht statt über solche mit vielen Sonderregeln.
Kartenspiele für unterwegs haben eine harte Nebenbedingung: Sie müssen ohne großen Tisch, ohne viele Kleinteile und mit Wind funktionieren. Das schließt fast alles aus, was mit Plättchenauslage arbeitet.
Woran wir Spiele messen
Vier Größen, in dieser Reihenfolge: Passt die angegebene Spielerzahl zur tatsächlichen Qualität bei dieser Zahl? Wie lange dauert die Regelerklärung im Verhältnis zur Partie? Trägt das Spiel zehn Partien, oder ist der Reiz nach dreien weg? Und bleibt es spielbar, wenn eine Person am Tisch das Spiel deutlich besser beherrscht als die anderen?
Preis steht bewusst nicht in dieser Liste. Ein Spiel für fünfzig Euro, das hundert Partien trägt, ist billiger als eines für zwanzig, das dreimal gespielt wird.
Häufige Fragen
Was ist der häufigste Fehlkauf beim Brettspiel?
Wie viel Regelaufwand ist zumutbar?
Lohnen Erweiterungen?
Beiträge in diesem Bereich
Zu zweit spielen
Der Unterschied zwischen einem Spiel für zwei und einem Spiel, das zu zweit auch geht, entscheidet über den halben Abend.
Kooperative Spiele
Alle gegen das Spiel klingt nach der friedlichsten Variante. Sie ist es nur, wenn die Regeln verhindern, dass eine Person für alle mitdenkt.
Kennerspiele
Der Schritt von Siedler und Zug um Zug zur nächsten Stufe ist kleiner als sein Ruf, wenn man ihn über die richtigen Spiele macht.
Kartenspiele unterwegs
Zug, Biergarten, Ferienwohnung. Drei Orte mit denselben Anforderungen: wenig Platz, wenig Teile, und nichts darf wegfliegen.