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Speicher an der Konsole erweitern, ohne doppelt zu zahlen

Interne SSD, externe Platte oder einfach aufräumen. Die teuerste Lösung ist selten die nötige, und für ältere Spiele reicht die billigste.

Zuletzt geprüft am 14.8.2026 · 7 Minuten Lesezeit

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technische Wege
5.500 MB/s
typische Mindestanforderung intern
80–150 GB
Platzbedarf großer Titel

Der Speicher wird bei jeder Konsolengeneration knapper, weil die Spiele schneller wachsen als der eingebaute Platz. Ein einzelner großer Titel belegt inzwischen zwischen 80 und 150 Gigabyte. Bei einem internen Speicher von unter einem Terabyte sind damit nach vier bis fünf Installationen die Grenzen erreicht.

Die Werbung legt nahe, dass die Lösung eine interne SSD ist. Für einen guten Teil der Bibliothek stimmt das nicht.

Die Aufteilung, die Geld spart

Es gibt zwei Sorten Spiele auf einer aktuellen Konsole, und sie haben völlig unterschiedliche Anforderungen.

Titel der aktuellen Generation setzen die Datenrate des internen Steckplatzes voraus, weil sie während des Spielens nachladen. Sie lassen sich auf einer externen Platte lagern, aber nicht starten. Wer sie spielen will, muss sie zurückkopieren.

Titel der Vorgängergeneration und Abwärtskompatibles laufen direkt von einer externen USB-Platte, ohne spürbaren Nachteil. Sie machen bei den meisten Leuten den größeren Teil der Bibliothek aus.

Die günstigste sinnvolle Ausbaustufe ist deshalb fast immer: eine externe Platte für alles Ältere und für das Archiv, und der interne Steckplatz bleibt den aktuellen Titeln vorbehalten. Erst wenn auch der voll ist, lohnt die interne SSD.

Worauf es bei der internen SSD ankommt

Drei Angaben entscheiden, und zwei davon werden regelmäßig übersehen.

Die Datenrate beim Lesen muss die Mindestanforderung der Konsole erfüllen, typischerweise etwa 5.500 Megabyte pro Sekunde. Langsamere Laufwerke werden teils akzeptiert, teils abgelehnt.

Die Bauhöhe mit Kühlkörper muss in den Schacht passen. Das ist die häufigste Fehlbestellung: Die SSD passt, der aufgeklebte Kühlkörper nicht, und die Klappe schließt nicht mehr.

Der Kühlkörper selbst ist keine Zubehörfrage, sondern Voraussetzung. Ohne ihn drosselt das Laufwerk unter Last, und im geschlossenen Konsolengehäuse gibt es keinen Luftstrom, der das ausgleicht.

Vorher aufräumen ist kostenlos

Bevor irgendetwas gekauft wird, lohnt ein Blick in die Speicherübersicht der Konsole. Zwei Posten sind dort regelmäßig groß und selten nötig: Spiele, die seit über einem Jahr nicht gestartet wurden, und Aufnahmen von Spielszenen, die sich unbemerkt ansammeln. Bei vielen Haushalten sind damit ein bis zwei Terabyte frei, ohne einen Cent auszugeben.

Digitale Spiele lassen sich außerdem jederzeit neu laden. Was gelöscht wird, ist nicht weg, sondern nur nicht installiert. Diese Selbstverständlichkeit hält erstaunlich viele Leute davon ab, aufzuräumen.

Wohin mit den Datenträgern, die dabei anfallen, steht unter Aufbewahrung und Halterungen.

Anbieter im Überblick

Interne NVMe-SSD mit Kühlkörper

Die einzige Lösung, mit der Spiele der aktuellen Generation zusätzlich installiert und gestartet werden können.

Preisrahmen 80–180 € je Terabyte

Spricht dafür

  • Volle Geschwindigkeit, Spiele laufen wie vom internen Speicher
  • Einbau werkzeugarm, meist eine Klappe und eine Schraube

Spricht dagegen

  • Deutlich teurer pro Terabyte als eine externe Platte
  • Bauhöhe des Kühlkörpers muss zum Schacht passen

Externe SSD über USB

Lagerplatz für Spiele der Vorgängergeneration und Archiv für alles, was gerade nicht gespielt wird.

Preisrahmen 60–110 € je Terabyte

Spricht dafür

  • Günstiger, sofort einsatzbereit, ohne Gehäuse öffnen
  • Ältere Titel starten direkt von hier
  • Auch am PC und am Laptop nutzbar

Spricht dagegen

  • Aktuelle Titel laufen nicht, nur Lagerung
  • Zusätzliches Gehäuse und Kabel am Fernseher

Externe Festplatte mit Magnetscheiben

Reines Archiv. Langsam, aber mit Abstand der günstigste Platz pro Terabyte.

Preisrahmen 25–45 € je Terabyte

Spricht dafür

  • Günstigster Speicherplatz, gut für selten gespielte Titel
  • Große Kapazitäten zum kleinen Preis

Spricht dagegen

  • Ladezeiten deutlich länger, für aktive Spiele unangenehm
  • Mechanisch empfindlich, Sturz ist meist Totalschaden

Häufige Fragen

Kann man Spiele der aktuellen Generation von einer externen Platte starten?
Nein, bei den meisten aktuellen Titeln nicht. Sie setzen die Datenrate des internen Steckplatzes voraus und lassen sich extern nur lagern, nicht ausführen. Spiele der Vorgängergeneration starten dagegen problemlos extern. Genau diese Aufteilung macht die externe Platte zur sinnvollen Ergänzung statt zur Alternative.
Braucht die interne SSD zwingend einen Kühlkörper?
Ja, und zwar einen flachen, der in den Schacht passt. Ohne Kühlung drosseln schnelle NVMe-Laufwerke unter Dauerlast, und im engen Konsolengehäuse gibt es keinen Luftstrom, der das ausgleicht. SSDs mit vormontiertem Kühlkörper in der richtigen Bauhöhe sind der bequemste Weg.
Lohnt es, auf ein Angebot zu warten?
Bei SSDs ja, die Preise schwanken stark. Der Speicherpreis pro Terabyte ist über die Jahre gefallen, aber innerhalb eines Jahres liegen zwischen Hoch und Tief regelmäßig dreißig Prozent. Wer nicht akut Platz braucht, kauft antizyklisch und nicht zum Erscheinen eines großen Titels.

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