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Netzkultur und die Dienste, die es nicht mehr gibt
Twitter-Werkzeuge, Kurznachrichten-Apps, Chatroulette, die Street-View-Debatte. Was 2009 als eigener Dienst startete, ist heute Funktion einer Plattform oder verschwunden.
Dieser Teil des Archivs versammelt die Beiträge, in denen es um das Netz selbst ging: um Dienste, die damals neu waren, um Debatten über Privatsphäre und Medienkompetenz und um die Frage, was Blogs eigentlich sollen.
Der rote Faden ist beim Wiederlesen deutlich. Fast jeder eigenständige Dienst, über den hier geschrieben wurde, existiert heute nicht mehr als eigenes Angebot. Ortsbezogene Suche, Kurznachrichten zwischen Geräten, Umfragen, Kurzlinks, Feedreader: All das ist heute Funktion innerhalb einer großen Plattform, nicht mehr ein Programm, das man auswählt.
Zwei Debatten von damals lesen sich heute anders als gedacht. Die Aufregung um Street View wirkt aus dem Abstand überzogen, weil das, was damals als Grenzüberschreitung galt, längst Alltag ist. Die Diskussion über Medienkompetenz in Schulen dagegen ist praktisch unverändert aktuell, nur mit anderen Anwendungen.
Die einzelnen Beiträge stehen unten mit ihrem ursprünglichen Datum. Aktuelle Kaufberatung findet sich in den Themenbereichen, etwa beim Gaming-Setup.
Beiträge in diesem Bereich
BuzzMe
Eine App von 2009, mit der man kostenlos Kurznachrichten an andere Geräte derselben Marke schicken konnte. Eine Internetverbindung war zwingend.
Chatroulette
Ein Dienst, der Fremde per Webcam zusammenwürfelte, war 2010 wochenlang Gesprächsthema. Der ursprüngliche Beitrag war skeptisch.
Gib mir Orangen
Ein kurzer Beitrag über ein Video, das eine Frucht als Energiequelle für ein Telefon vorschlug. Der Titel wurde zum stehenden Satz.
Kaufdetails
Der Autor protokolliert minutengenau, wie er über eine Auktionsplattform an ein Mobiltelefon kam. Ein Sittenbild des Onlinehandels von damals.
Top 5 iPhone-Apps 2009
Eine weitergereichte Liste der fünf meistgenutzten Apps auf dem Telefon des Autors. Ein guter Querschnitt dessen, was 2009 als nützlich galt.
Twitterer in der Nähe finden
Eine App zeigte 2009 erstmals auf einer Karte, wer in der Umgebung gerade etwas geschrieben hatte. Der Beitrag zählt die Nachbarn auf, die dabei sichtbar wurden.
Warnung vor Telefonabzocke
Der Autor beschreibt einen unerwünschten Werbeanruf mit Gewinnversprechen und warnt vor der dahinterstehenden Masche.