Konsolen & Zubehör
Ladestationen und Akkus für Controller
Dock, Ladekabel oder Wechselakku. Drei Wege, dasselbe Problem zu lösen, mit sehr unterschiedlichen Folgen für die Lebensdauer des Controllers.
- 3
- Lösungswege
- 400–800
- Ladezyklen bis 80 Prozent
- 2–3 h
- typische Ladedauer
Die Ladefrage sieht nach Zubehör aus und ist in Wahrheit eine Entscheidung über die Lebensdauer des Controllers. Ein Lithium-Akku verliert nach 400 bis 800 vollen Ladezyklen etwa ein Fünftel seiner Kapazität. Bei täglichem Spielen ist das nach zwei bis drei Jahren erreicht. Ob der Controller dann Elektroschrott ist oder einfach einen neuen Akku bekommt, entscheidet die Bauart, nicht das Ladegerät.
Der Umweg, der sich lohnt
Die am meisten unterschätzte Lösung ist die simpelste: ein langes USB-C-Kabel mit abgewinkeltem Stecker. Es kostet ein Zehntel eines Docks, funktioniert an jedem Netzteil und erlaubt es, während des Ladens weiterzuspielen, ohne dass der Stecker seitlich belastet wird. Genau diese seitliche Belastung ist der häufigste Grund dafür, dass die Ladebuchse eines Controllers ausleiert.
Ein Dock ist dagegen vor allem eine Ordnungslösung. Es schafft einen festen Platz, was in Haushalten mit mehreren Controllern und wenig Ablagefläche real hilft. Es lädt aber nicht schneller, nicht schonender und nicht zuverlässiger.
Warum Kontaktladung Ärger macht
Die meisten Docks laden über zwei Metallkontakte an der Unterseite des Controllers, weil die Bauform dann flach bleibt. Das funktioniert, solange die Kontakte sauber sind und der Controller exakt sitzt. In der Praxis steht der Controller nach ein paar Monaten regelmäßig morgens leer im Dock, weil er beim Ablegen einen Millimeter verrutscht ist.
Wer ein Dock will, sollte deshalb eines mit federnden Kontakten oder mit echtem USB-C-Stecker suchen und die Kontaktflächen gelegentlich mit einem trockenen Tuch abwischen.
Die Batteriefach-Frage
Controller mit Batteriefach gelten als altmodisch und sind in einem Punkt überlegen: Sie altern nicht als Ganzes. Wenn der Akku nach drei Jahren nachlässt, kostet der Ersatz wenige Euro statt eines neuen Controllers.
Wer diesen Weg geht, braucht zwei Akkusätze und ein separates Ladegerät. Der Aufwand ist real, aber er entkoppelt die Lebensdauer des Eingabegeräts von der eines Verbrauchsteils. Welche Controller-Bauarten das anbieten, steht im Controller-Vergleich.
Lagerung, wenn länger nicht gespielt wird
Ein Lithium-Akku altert am langsamsten bei mittlerem Ladestand und kühler Lagerung. Wer die Konsole über den Sommer nicht anfasst, fährt den Controller vorher auf etwa die Hälfte herunter und lässt ihn aus dem Dock. Das kostet nichts und verlängert die nutzbare Zeit spürbar. Wohin damit, steht unter Aufbewahrung und Halterungen.
Anbieter im Überblick
Ladedock mit Kontaktflächen
Die verbreitetste Bauart. Controller wird eingelegt, Ladung läuft über Metallkontakte an der Unterseite.
Preisrahmen 20–40 €
Spricht dafür
- Aufgeräumt, fester Platz für zwei Controller
- Ladezustand auf einen Blick sichtbar
Spricht dagegen
- Kontaktprobleme bei Verschmutzung oder leichtem Versatz
- Meist nur für eine Controllerbauform verwendbar
USB-C-Kabel mit Winkelstecker
Die unspektakuläre Lösung. Ein Kabel mit abgewinkeltem Stecker lädt und erlaubt gleichzeitig das Weiterspielen.
Preisrahmen 8–18 €
Spricht dafür
- Keine zusätzliche Hardware, funktioniert an jedem Ladegerät
- Weiterspielen während des Ladens ohne Kabelspannung am Stecker
- Auch für Headset, Handheld und Telefon nutzbar
Spricht dagegen
- Kein fester Ablageplatz, Kabel liegt herum
Wechselakkus fürs Batteriefach
Nur für Controller mit Batteriefach. Zwei Sätze im Wechsel, geladen wird außerhalb des Controllers.
Preisrahmen 25–45 €
Spricht dafür
- Controller ist nie außer Betrieb, Tausch dauert Sekunden
- Akkus einzeln ersetzbar, Controller bleibt beliebig lange nutzbar
Spricht dagegen
- Nur bei Controllern mit Batteriefach möglich
- Zusätzliches Ladegerät nötig
Häufige Fragen
Schadet es, den Controller dauerhaft im Dock zu lassen?
Warum halten manche Ladedocks den Controller schlecht?
Lohnen Akkupacks mit größerer Kapazität?
Passend dazu
Controller im Vergleich
Sticks, Trigger, Akku, Verbindung. Vier Bauteile entscheiden darüber, ob ein Controller nach zwei Jahren noch taugt oder in der Schublade liegt.
Aufbewahrung
Wandhalterung, Regalfach oder Schublade. Die Frage ist nicht Optik, sondern Belüftung, Kabelzug und ob das Ganze einen Umzug übersteht.
Gaming-Headsets
Klinke, USB oder Funk. Der Anschluss entscheidet darüber, an wievielen Geräten das Headset später noch funktioniert, und damit über den Preis pro Nutzungsjahr.
Speicher erweitern
Interne SSD, externe Platte oder einfach aufräumen. Die teuerste Lösung ist selten die nötige, und für ältere Spiele reicht die billigste.