Sport
Eine Fernsehpanne und die Sprache der Technik
Ein Nachrichtensender verwechselt in einer Einblendung zwei Begriffe. Der Beitrag von 2009 kommentiert das trocken.
Archivbeitrag. Der ursprüngliche Text von 2009 ist hier nicht wiedergegeben; dieser Beitrag fasst ihn zusammen und ordnet ein, was daraus geworden ist. Die Adresse ist unverändert erhalten, weil bis heute darauf verlinkt wird.
Der Beitrag vom 7. Oktober 2009 kommentiert eine Einblendung im Fernsehen, in der ein Fachbegriff aus der Netzkriminalität durch ein ähnlich klingendes, thematisch vollkommen unpassendes Wort ersetzt wurde. Der Kommentar ist knapp: Der Sender brauche neben Mathe-Nachhilfe offenbar auch einen Sprachkurs.
Der Hintergrund. Um 2009 war Berichterstattung über Netzkriminalität im Fernsehen neu und wurde häufig von Redaktionen gemacht, die mit dem Gegenstand wenig zu tun hatten. Falsch verwendete Fachbegriffe waren keine Ausnahme, sondern die Regel, und sie zu sammeln war in der Blogosphäre ein eigener Zeitvertreib.
Was daraus wurde. Die Berichterstattung ist deutlich besser geworden, weil das Thema alltäglich wurde. Was geblieben ist, ist die grundsätzliche Schwierigkeit, technische Sachverhalte in einem Zweiminutenbeitrag korrekt darzustellen. Die Begriffe haben sich verschoben, das Problem nicht.
Zur Rolle solcher Beiträge: Sie waren eine Form von Medienkritik, die keine Redaktion beauftragen musste. Dass sie oft im Ton der Häme daherkam, hat ihre Wirkung nicht geschmälert, im Gegenteil.
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