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Kunst & Animation

Ein Fotoband über Doppelgänger und Glaubwürdigkeit

Der Autor gewinnt bei einem anderen Blog einen Bildband der Fotografin Alison Jackson und beschreibt seinen Eindruck.

Ursprünglich veröffentlicht am 23.12.2009 · neu eingeordnet am 14.8.2026

Archivbeitrag. Der ursprüngliche Text von 2009 ist hier nicht wiedergegeben; dieser Beitrag fasst ihn zusammen und ordnet ein, was daraus geworden ist. Die Adresse ist unverändert erhalten, weil bis heute darauf verlinkt wird.

Der Beitrag vom 23. Dezember 2009 hält fest, dass der Autor bei einem anderen Blog einen Bildband gewonnen hat: 264 Seiten mit Fotografien, die aussehen wie heimlich aufgenommene Aufnahmen von Prominenten in privaten Momenten.

Die Arbeit dahinter. Die Fotografin arbeitet mit Doppelgängern und inszeniert Situationen, die wie Paparazzi-Aufnahmen wirken. Die Bilder sind vollständig gestellt, sehen aber genau so aus wie das, was Boulevardmedien als echt verkaufen. Der Punkt der Arbeit ist die Frage, warum wir einem unscharfen Foto glauben.

Warum das heute wichtiger ist als 2009. Die Arbeit stammt aus einer Zeit, in der überzeugende Fälschungen noch aufwendig waren: Man brauchte einen Doppelgänger, ein Team und eine Kamera. Heute genügt eine Texteingabe. Die Frage, die diese Fotografien stellen, ist damit von einer künstlerischen zu einer alltäglichen geworden.

Zum Gewinnspiel. Dass ein Bildband bei einem Blog verlost wurde und der Gewinner darüber schrieb, ist typisch für die damalige Kultur. Verlage und Blogs arbeiteten unbürokratisch zusammen, und das Ergebnis waren Besprechungen, die niemand in Auftrag gegeben hatte.

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