Kunst & Animation
Ein Stop-Motion-Tanzduell aus dem Jahr 2009
Zwei Actionfiguren, ein Tanzduell, hunderte Einzelbilder. Ein Video des kanadischen Animateurs Patrick Boivin.
Archivbeitrag. Der ursprüngliche Text von 2009 ist hier nicht wiedergegeben; dieser Beitrag fasst ihn zusammen und ordnet ein, was daraus geworden ist. Die Adresse ist unverändert erhalten, weil bis heute darauf verlinkt wird.
Der Beitrag vom 11. Oktober 2009 beschreibt ein Stop-Motion-Video, in dem zwei bekannte Figuren der Popkultur ein Tanzduell austragen, umgesetzt mit Actionfiguren und hunderten Einzelbildern.
Der Aufwand, der dahintersteckt, ist der eigentliche Inhalt solcher Videos. Eine Sekunde flüssige Bewegung braucht zwölf bis vierundzwanzig Einzelaufnahmen, bei denen die Figur jeweils minimal verstellt wird. Ein Video von zwei Minuten bedeutet also mehrere tausend Aufnahmen und Positionsänderungen.
Was diese Technik um 2009 möglich machte, war schlicht die Digitalfotografie. Vorher kostete jede Aufnahme Film und Entwicklung, danach kostete sie nichts. Das hat Stop-Motion aus dem Studio in die Wohnzimmer verlagert, und eine ganze Generation von Animateuren hat auf diesem Weg angefangen.
Was daraus wurde. Die Technik ist heute Standard in Werbung und Musikvideo, und einige der Leute, die damals im Wohnzimmer anfingen, arbeiten inzwischen für große Produktionen. Gleichzeitig ist der Neuigkeitswert weg: Ein sauber animiertes Stop-Motion-Video ist heute solides Handwerk, keine Sensation.
Passend dazu
Alison Jackson: Confidential
Der Autor gewinnt bei einem anderen Blog einen Bildband der Fotografin Alison Jackson und beschreibt seinen Eindruck.
Alternatives Pixar-Intro
Eine Parodie zeigt, was passieren würde, wenn die springende Lampe aus dem bekannten Studiovorspann danebentritt.
Hulk Hogan Tilt-Shift
Ein Wrestlingkampf, aufgenommen mit selektiver Schärfe, sodass die Halle wie ein Modellbau aussieht.